Welche Reinigungstechnologien gibt es?
Aktivkohle
Aktivkohle nützt sowohl gegen Mikroverunreinigungen wie auch gegen PFAS. Sie hat Nano- bis Mikroporen, welche eine Oberflächenspannung haben, an denen Chemikalien anhaften. Die Aktivkohle sollte so gewählt werden, dass sie auf die Zielchemikalien ideal wirkt: es gibt Aktivkohle basierend auf Steinkohle, Braunkohle, Kokosnussschale, Holz, Reismaische u.v.m. , welche jeweils unterschiedliche Chemikalien zur Adsorption bevorzugt. Aktivkohle gibt es in Pulverform, verschieden grossen Granulen und Pellets. Entsprechend unterschiedlich kann man sie anwenden, sei es eingestreut ins Wasser als Pulver als Korn oder als Granulatbett vom Wasser durchströmt. Unsere ARA Schönau in Lindencham verwendet zum Beispiel Pulveraktivkohle um die Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, wo die REAL in Luzern oder die ARA in Bern Mikro-Granulen aus Aktivkohle einsetzen. Eine Studie zur Adsorption von PFAS ist hier:
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Aktivkohlegranulat kann man Wiederaufbereiten und es so im Kreislauf halten.
Eisenchlorid und Eisenhydroxid
Eisenchlorid ist ein gängiges und weltweit auf Kläranlagen verwendetes Fällungsmittel um Phosphor aus dem Wasser zu fällen. Es bindet das Phosphor im Wasser an sich und erzeugt kleine Flocken, die man herausfiltern kann. Es gibt Eisenchlorid in flüssiger Form um es ins Wasser zu mischen.
Eisenhydroxid gibt es als kleine Silte bis hin zu Körnern, in der Grössen von feinem Sand bis zu Kies.. Das mit Körnern erzeugte Festbett wird von unten nach oben mit Wasser durchströmt, wobei das Phosphor am Eisenhydroxyd anhaftet und so aus dem Wasser entfernt wird.
Das Eisenhydroxid-Festbett kann man regenerieren um es nach vollständiger Beladung für einen erneuten Beladungszyklus zurückzugewinnen. Zur Regeneration kann eine einfache Eluatlösung (z.B. 1N Natronlauge) verwendet werden.
