Zuger-See-Initiative

Kantonale Volksinitiative "Zugersee Tiefenwasser – für eine echte Entfernung von Schadstoffen"

 

Kurz worum es geht

Die Initiative will, dass das verschmutzte Tiefenwasser des Zugersees wirklich gereinigt wird - mit einer technischen Anlage, die Schadstoffe tatsächlich aus dem Wasser entfernt.

Luege statt läse

Dieses Kurzvideo erklärt wie es geht

Was ist das Problem?

Im Tiefenwasser des Zugersees befinden sich Schadstoffe, die dort oft seit Jahrzehnten angehäuft wurden:

•      PFAS («ewige Chemikalien»): Diese künstlichen Stoffe bauen sich in der Natur kaum ab. Sie stammen aus Industrie, Feuerlöschmitteln und Alltagsprodukten. PFAS können die Gesundheit schädigen und lassen sich im Trinkwasser und in Fischen nachweisen.

•      Mikroverunreinigungen Rückstände aus Medikamenten, Pestiziden und Haushaltschemikalien, die durch Kläranlagen nicht vollständig zurückgehalten werden. Gewisse sind krebserregend oder gar erbgutschädigend.

•      Phosphor: Zu viel Phosphor fördert das Algenwachstum, schadet dem Ökosystem und verringert den Sauerstoffgehalt im See.

Was passiert heute?

Zur Zeit bleibt das Tiefenwasser unangetastet im See. Im Zuger Kantonsrat wurde eine Lösung der «Seebelüftung» diskutiert. Diese wirbelt das belastete Tiefenwasser an die Seeoberfläche mit der Absicht, es mit dem Oberflächenwasser zu verdünnen und in die Lorze abzuleiten.  Das entfernt die Schadstoffe nicht, das Problem bleibt; man verschiebt es nur bis zur nächsten Quellfassung. Schadstoffe gelangen so weiter in die Umwelt, in die Fische und bis ins Trinkwasser, also dahin wo wir es zuletzt haben wollen. Schlussendlich essen und trinken wir es.

Wie soll das gelöst werden?

Eine technische Reinigungsanlage soll das Tiefenwasser aufbereiten bevor es in den See zurückgegeben wird — ähnlich wie es in modernen Trinkwasseraufbereitungsanlage geschieht. Solche Technologien (z. B. Aktivkohle, Phosphorfällung, Ferro-Adsorber) sind erprobt und funktionieren zuverlässig.

Das Wasser wird aus der Tiefe des Sees in einem Rohr nach oben geführt und aus dem Rohr in die Behandlungsbecken gepumpt. Dort durchfliesst es die Adsorptionsmittel, an welchen die Schadstoffe anhaften, während das gereinigte Wasser direkt in den See zurückgegeben wird.

Mehr Infos unter

Warum jetzt?

Der Zugersee ist unser wichtigstes Gewässer. Er dient als Naherholungsgebiet, liefert Trinkwasser und ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Wir haben die Pflicht, ihn von den heutigen Schadstoffen zu befreien und für kommende Generationen sauber zu erhalten. Die Technologie dazu ist vorhanden, die Finanzen sind üppig, der Wille ist da. Weshalb aufschieben, was uns lieb un teuer ist? Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Wer bezahlt?

Der Kanton Zug übernimmt grundsätzlich die Kosten und es soll unabhängig davon, soweit möglich, auf identifizierbare Verursacher Regress genommen werden. Bisher ist eine Lösung für die Tiefenreinigung des Zugersees jeweils an einem Kostenteiler zwischen den Kantonen oder Dritten gescheitert, weshalb mit einer grundsätzlichen Kostenübernahme durch den Kanton Zug dieser Hemmschuh entfällt. 

Mit 3 Milliarden Eigenkapital auf der hohen Kante und jedes Jahr mächtigen Steuerüberschüssen von hunderten Millionen kann der Kanton Zug diese Seesanierung problemlos finanzieren.

Kostenschätzung

Eine Seewasserbehandlungsanlage dürfte höhere Kosten verursachen als eine Seebelüftung. Allerdings bietet sie einen entscheidenden Vorteil: Die Schadstoffe werden tatsächlich aus dem Seewasser entfernt und nicht lediglich flussabwärts verlagert. Damit entsteht ein nachhaltiger Nutzen, ohne Folgeprobleme in anderen Gewässern oder Trinkwasserfassungen zu verursachen. Die Kosten hängen sehr stark von der dereinst gewählten Bauart und der Verfahrenstechnologie ab. Das Vorprojekt muss erst noch erstellt werden. Insofern sind Kostenschätzungen unter sehr grosser Unsicherheit zu sehen. Ein erster Überschlag sieht die Investitionskosten bei 15 - 30 Mio. und die jährlichen Betriebskosten bei 1 Mio.  Andere Infrastrukturprojekte im Kanton wie z.B. die UCH in Cham liegen bei 230 Mio. , die Kanti Ennetsee bei 200 Mio., der Stadttunnel hätte rund 900 Mio. gekostet oder aktuell das Provisorium für die Zuger Polizei kostet 25 Mio.

Für 38 km² Seefläche mit tiefreinem Wasser sind die geschätzten Kosten von 15 - 30 Mio. dann durchaus vertretbar..

Wer steht hinter dieser Initiative?

Es ist eigentlich recht einfach: jemand, der schon lange auf eine Lösung für den Zugersee wartet und sich ein Herz gefasst hat, weil er sich bestens im Fach und in der Zuger Politik auskennt.

Initiator

David Meyer, Oberwil b. Zug, aufgewachsen im Kanton Zug, wohnhaft im Kanton Zug, politisch aktiv im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug, füllt professionell eine Leitungsposition als Ingenieur im Abwasserbereich aus bei einer der grössten Kläranlagen der Schweiz.


Voller Aktivitäten

Es braucht 2000 gültige Unterschriften, weshalb verschiedene Aktivitäten am Laufen sind:

Briefkasteneinwürfe, Strassenaktionen, Medienmitteilungen, Veranstaltungsbesuche. 

Nutzen Sie einen dieser Wege um bequem Ihre Unterschrift für ein gutes Gelingen einzusetzen..

Spenden

Viel Geld braucht es vorderhand nicht für diese Unterschriftensammlung, aber ein bisschen schon. Wenn Sie etwas beitragen möchten, so ginge dies zum Beispiel mit diesen nützlichen Dingen:

  • Gönnerbeitrag: 200.-
  • Helferbeitrag: 100.-
  • Plakatbeitrag: 50.-
  • Supporterbeitrag: 20.-
  • 100 Flyer: 10.-
  • Ein Bier: 5.-
  • Klares, reines Wasser: unschätzbar wertvoll

Aktiv dabei sein?

Sie möchten aktiv zur Initiative beitragen, sich einbringen? 

  • Seefreunde (Möchten auf dem aktuellen Stand gehalten werden und können sich vorstellen, themenbezogen aktiv mitzuhelfen)

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Kontakt

Zuger-See-Initiative

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6302 Zug

info@zuger-see-initiative.ch

David Meyer, 079 224 68 34

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